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Professionelles Immobilien-Marketing ist laut einer Studie von INNOFACT (2019) im Auftrag von ImmobilienScout24 einer der häufigsten Gründe, sich an einen Immobilienmakler zu wenden. In den USA gibt es - auch aufgrund der anderen Gesetzeslage und Marktbesonderheiten - ganz andere Methoden im Immobilien-Marketing. Hier backen Makler beispielsweise zur Besichtigung noch Kekse, damit Interessenten sich wie zu Hause fühlen, wenn sie das Objekt betreten. Hierzulande ist das eher unüblich, doch neben der klassischen Zeitungs-Annonce gibt es dennoch spannende Möglichkeiten.

Umfassend präsent sein: online & offline

Nach Immobilien wird längst nicht mehr nur in der Tageszeitung gesucht. Für besondere Objekte ist diese sogar eher ungeeignet. Sie bietet für viel Geld zu wenig Präsentationsfläche. Auf Online-Portalen ist das hingegen anders. Hier haben Immobilienbesitzer die Möglichkeit, umfassende Angaben zu machen, professionelle Fotos hochzuladen und Ihr Objekt zu beschreiben. Interessenten kennen diese Portale und suchen fast nur noch hier. Zudem funktionieren diese Portale wie die klassische Kundenkartei eines Maklers. Suchende legen hier ihren Suchauftrag an und werden per Mail benachrichtigt, wenn ein passendes Objekt inseriert wird.

Der virtuelle Rundgang weckt Interesse beim Käufer

Eine Besichtigung sagt mehr als tausend Bilder. Denn eine Immobilie muss man sehen, um sie beurteilen zu können. Für Makler oder Privatverkäufer ist es sehr frustrierend, wenn Interessenten genau wissen, was sie wollen - und erst bei der Besichtigung sehen, dass sie das im angebotenen Objekt nicht finden werden. Ein virtueller Rundgang hätte den zeitlichen Aufwand für beide Seiten gering halten können. Hierbei handelt es sich entweder um eine Live-Begehung, bei der der Makler beispielsweise den Interessenten während eines Videoanrufes durchs Objekt führt. Oder aber es wird vorab ein 360-Grad-Rundgang erstellt, bei dem der Makler durchs Objekt läuft, als wäre der Interessent dabei. Dieser Rundgang kann vorab aufgenommen und auf den Immobilien-Portalen zusätzlich hochgeladen werden. Interessenten, zu denen die Immobilie nicht passt, sehen es dadurch gleich - oder aber der Rundgang überzeugt, da er vollständige Informationen bietet.

Das Exposé - der entscheidende erste Eindruck

Wer lediglich eine kleine 1-Zimmer-Wohnung mit durchschnittlicher Ausstattung vermietet, kann sich an die vorgegebenen Angaben der Immobilienportale halten. Das ist für einen Eindruck vollkommen ausreichend. Handelt es sich hingegen um ein besonderes oder hochpreisiges Objekt, muss meist mehr geboten werden, um es interessant zu machen. Es kann sich lohnen, einen professionellen Fotografen zu engagieren, der die Immobilie so ablichten kann, dass sie im besten Licht erstrahlt. Immobilienmakler sind oft dazu in der Lage ansprechende Fotos zu machen und wissen, welche Fragen sich der Interessent stellt und was er sehen will. Darüber hinaus ist es natürlich auch wichtig, die gesetzlich vorgegebenen Angaben im Exposé anzugeben. Dazu zählen unter anderem die Adresse des Objekts, eine Beschreibung des Objektes sowie des Standortes sowie Angaben zum Energieverbrauch der Immobilie.

Home Staging - lohnt sich das?

Auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt gehört zu jedem Immobilienmakler auch ein Home Staging-Experte, der das Objekt für die Besichtigungen herrichtet. Hier sind aber auch die Marktdynamiken ganz andere. Doch heißt das, dass Home Staging hier keine Rolle spielt? Um beim Beispiel der 1-Zimmer-Wohnung zu bleiben: nicht alle Objekte brauchen diese Art der Vorbereitung. Eine solche Wohnung ist leicht zu verkaufen und sollte lediglich sauber und aufgeräumt sein, wenn sie präsentiert wird. Luxusimmobilien hingegen können davon profitieren, gezielt hergerichtet zu werden. Interessenten sollen sich hier beim Betreten direkt zu Hause fühlen. Sie sollen sich vorstellen, wie es aussehen könnte. Selbst, wenn die Einrichtung nicht dem eigenen Stil entspricht, können sie sich einen ausgestatteten Raum so dennoch besser mit ihren eigenen Möbeln und Plänen vorstellen, als wenn er einfach leer steht. Immerhin kauft der Interessent kein Renditeobjekt, sondern ein Wohnhaus - die Entscheidung ist eine emotionale.

Unterlagen zum Mitnehmen

Je nachdem, wie hochpreisig die Immobilie ist, kann es sinnvoll sein, dem Interessenten zur Erinnerung einen Flyer mit allen wichtigen Details zum Objekt mitzugeben. Ähnlich wie bei einem Neubauprojekt, welches ebenfalls solche Broschüren hat, werden hierin noch einmal die Vorzüge des Objekts hervorgehoben. Der potenzielle Käufer hat etwas in der Hand und auch die Kontaktdaten des Maklers oder des Eigentümers greifbar, falls er sich für den Kauf entscheidet. Es darf sich hierbei um das Exposé auf hochwertigem Papier handeln. Denn wichtig ist, dass der Interessent alle Informationen auf einen Blick greifbar hat und dass die Präsentation hochwertig wirkt.