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Gute Lage, hübscher Garten und natürlich das gewisse Etwas – Häuser mit Vergangenheit haben oft einen besonderen Charme. Zusätzlich erspart sich der Käufer den möglichen Stress bei einem Neubau und kann in der Regel schnell einziehen. Dennoch gibt es beim Hauskauf einige Dinge, auf die Sie achten sollten …

Suchen Sie aktiv

Ein paar Anzeigen durchzusehen, reicht in der Regel nicht aus, um eine passende Immobilie zu finden. Machen Sie sich daher aktiv auf die Suche und kontaktieren Sie Makler, bei denen Sie Ihre Interessen hinterlegen. Auf dem Bauamt können Sie nach neuen Baugebieten oder Leerständen nachfragen. Binden Sie auch Ihren Freundes- und Bekanntenkreis ein und befragen Sie Ihre Kollegen und die Nachbarschaft.

Nicht zu lange zögern …

Bei Immobilien sollten Sie schnell zuschlagen, denn Top-Lagen sind rar, teuer und normalerweise sehr schnell ausverkauft. Auf manchen Online-Portalen reichen manchmal schon 15 Minuten aus, um genug Interessenten für ein tolles Haus oder ein hervorragend gelegenes Grundstück zu finden. Manche Immobilien kommen gar nicht erst auf den Markt, sondern werden über den Freundes- oder Bekanntenkreis weitergegeben. Doch auch, wenn die Zeit drängt, klären Sie unbedingt vorab die wichtigsten Fragen.

Reicht das Budget aus und wie viel Eigenkapital sollte zur Verfügung stehen?

Klären Sie vor dem Kauf, wie Sie Ihr Traumhaus finanzieren können. Dazu holen Sie ein Finanzierungsangebot ein, das Sie sich von Ihrer Bank bestätigen lassen. So sichern Sie sich bereits gute Chancen beim Hauskauf, falls der Verkäufer/Makler mehrere Interessenten hat. Mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten für den Hauskauf sollten durch Eigenkapital abgedeckt werden, denn je höher der Anteil des eigenen Kapitals ist, desto weniger Kredit brauchen Sie für die Finanzierung aufzunehmen.

Welche zusätzlichen Kosten fallen beim Immobilienkauf an?

Mit dem Kaufpreis allein ist es leider noch nicht getan. Planen Sie daher auch die Kosten für mögliche Gutachten, Nebenkosten für Darlehen und Notargebühren, Grundbucheintrag und Grunderwerbssteuer mit ein. Die Maklerprovision beträgt üblicherweise zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises plus Mehrwertsteuer. Stellen Sie Ihre Kalkulation rechtzeitig auf, bevor Sie sich auf die Suche nach Ihrer Traumimmobilie machen.

Passt die Lage?

Die Lage der Immobilie ist das wichtigste Kriterium beim Hauskauf. Liegt das Haus weitab vom Schuss oder haben Sie alles Nötige in Ihrer Nähe? Achten Sie hierbei auf Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen und den öffentlichen Nahverkehr, bei Familien außerdem auf Schulen oder Kindergärten. Auch eventuelle Lärmbelästigungen durch Straßenverkehr oder Gewerbebetriebe sollten Sie überprüfen, am besten, indem Sie zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wochentagen vorbeischauen. Dabei können Sie auch gleich Ihre neuen Nachbarn kennenlernen. Erkundigen Sie sich außerdem, ob in der Nähe Ihrer Immobilie zukünftig Neubauten geplant sind, die für Sie von Nachteil sein könnten, beispielsweise Gewerbeimmobilien oder eine Tankstelle. Der Bebauungsplan des Wohngebietes gibt Ihnen darüber Aufschluss.

In welchem Zustand ist die Immobilie?

Besteht eine Schadstoffbelastung durch Asbest oder Holzschutzmittel? Hat sich vielleicht im Mauerwerk Schwamm breitgemacht? Muss bei der Wärmedämmung nachgebessert werden oder weisen veraltete Elektro- oder Abwasserleitungen Schwachstellen auf? Damit es zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt, lassen Sie diese Punkte vorher unbedingt von einem Sachverständigen abklären.

Was kostet eine Sanierung oder Modernisierung?

Beim Kauf eines älteren Hauses muss man natürlich ein paar Kompromisse eingehen. Ist der finanzielle Aufwand für eine Instandsetzung oder Sanierung aber zu hoch, ist es manchmal sinnvoller, weiterzusuchen. Besprechen Sie daher mit einem Fachmann, welche Mängel auf jeden Fall beseitigt werden müssten und welche Maßnahmen noch Zeit haben. Vielleicht ist das Haus auch etwas zu klein für Sie und Sie würden es gerne ausbauen? Holen Sie dafür Kostenvoranschläge ein und prüfen Sie, ob der Aufwand in Ihrem finanziellen Rahmen liegt. Gebrauchte Immobilien sind zwar meist deutlich günstiger in der Anschaffung, ziehen aber oft so einiges an Folgekosten nach sich.

Was sagt der Energieausweis?

Vor dem Hauskauf muss Ihnen ein gültiger Energieausweis vorliegen. Wenn dieser im grünen Bereich liegt, ist der Energieverbrauch gering. Steht er auf Gelb oder Rot, so gibt es einiges an Verbesserungspotenzial im Bereich Heizung und Wärmedämmung. Als Käufer können Sie so sehen, mit welchen Betriebskosten Sie bei Ihrem Haus rechnen müssen.

Birgt der Grundbucheintrag Überraschungen?

Beim Grundbuchamt können Sie eine Einsicht ins Grundbuch beantragen und dort nachsehen, wer der Eigentümer der Immobilie ist und ob Belastungen wie Grundschulden oder Beschränkungen für das Grundstück vorliegen. Hierüber sollten Sie vor dem Kauf unbedingt Bescheid wissen.

Ist der Kaufvertrag in Ordnung?

Nach der Beurkundung durch den Notar kann der Vertrag nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der Entwurf sollte Ihnen daher mindestens zwei Wochen vorm Notartermin vorliegen, sodass Sie noch Zeit für eventuelle Änderungswünsche haben. Beim Kauf einer Eigentumswohnung sollten Sie sich außerdem mit der Teilungserklärung, dem Wirtschaftsvertrag und dem Verwaltervertrag vertraut machen und sich über das regelmäßig anfallende Wohngeld informieren.