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„Wir planen in Tirol mehr als zehn Chalet-Projekte“ Bericht der Tiroler Tageszeitung vom 01.09.2020

Chalets verzeichnen Corona-bedingt verstärkten Zulauf. "Wir sind kein Einfalltor für Zweitwohnsitze", sagt Alps-Residence-Chef Gerhard Brix. Innsbruck - Insgesamt 20 Chalet-Anlagen mit insgesamt 4500 Betten betreibt die von Gerhard Brix 2011 gestartete Alps Residence Holidayservice mit Sitz in Kitzbühel und Hauptniederlassung in Kreischberg. Damit sei man Österreichs führender Anbieter von Ferienanlagen mit Appartements, Ferienhäusern und Chalets, so Brix. Die Geschäftsführung wurde (neben Brix auch sein Sohn Gerhard Brix jun.) mit Thomas Payr vom Verkehrsbüro auf drei Mitglieder aufgestockt. Man sei an einer ganzen Reihe weiterer Projekte dran, bis nächstes Jahr werde man gut 6000 Betten haben. Allein in Tirol seien "mehr als zehn Chalet-Projekte in der Pipeline". Nach der Anlage Bergeralm in Steinach gibt es bereits grünes Licht für eine Chalet-Anlage in Biberwier. Ferien in Chalets oder Appartementanlagen seien schon vorher sehr gefragt gewesen, mit der Corona-Pandemie sei der Wunsch vieler Urlauber, hier praktisch mit seiner Familie oder Freunden für sich zu sein, noch einmal massiv gestiegen, betont Brix. "Entscheidend ist Vielfalt im Tourismus und vor allem die Frage, welche Angebote die Gäste wollen." Man habe die Anlagen nach dem Lockdown mit 29. Mai wieder geöffnet und verzeichne seither kräftige Buchungszuwächse. "Mit Ausnahme von einer Anlage haben wir überall auch 365 Tage im Jahr geöffnet", so Brix. Im Schnitt seien die Anlagen auch an 180 bis 230 Tagen ausgelastet. "Wir sind sicher kein Einfalltor für Zweitwohnsitze, für solche Interessenten sind unsere Projekte völlig uninteressant", reagiert Brix auf wiederholte Diskussionen. Die Investoren hätten bei seinem Modell keine Verfügungsgarantie oder Schlüssel-Garantie. Und Alps Residence verdiene auch nur Geld, wenn die Anlagen vermietet sind. Brix legte auch positive Reaktionen von Bürgermeistern und Touristikern aus jenen Orten vor, in denen man bereits tätig ist. "Wir haben einen sehr guten Ruf und befürworten auch sehr strenge Regeln und Auflagen." Das schrecke nämlich allfällige schwarze Schafe ab. Wenn dies möglich ist, gehe man mit den Projekten nahe an die Skigebiete heran. "Wir bauen oft auch in B- und C-Lagen. Und wir gehen gern zu kleinen Skigebieten. Viele Kunden wollen gar nicht Hunderte Pistenkilometer." Ziel sei es, dass etwa in der Gastronomie jeweils die lokale Wirtschaft durch die Ankurbelung der Urlauber-Nachfrage mitprofitiere. "Wir hinterlassen keine Hotelruinen." Ganz im Gegenteil sei ab dem kommenden Jahr die Übernahme und dann auch das Management von Hotels mit Nachfolgeproblemen eine neue Schiene, auf die man künftig verstärkt setzen wolle. Immerhin ein Fünftel aller Hotelbetriebe habe keine Nachfolger, zudem seien durch die Corona-Krise viele Betriebe akut gefährdet.

Quelle: TT Bericht vom 01.09.2020