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Laut Tiroler Tageszeitung Bericht vom 06.01.2022 erwartet Tirol heuer Immo-Preisschübe von bis zu 12 Prozent. Bei Mieten sieht man die Lage entspannter.

Heuer steht Tirol der nächste Immobilien-Preishammer bevor. In einer Vorausschau auf das laufende Jahr erwartet man einen durchschnittlichen Anstieg der Immobilienpreise in Tirol von etwa 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei Einfamilienhäusern sagen die Immobilienvermittler einen Preisanstieg von etwa 7,6 Prozent voraus, bei Baugrundstücken von knapp 10 Prozent, bei Eigentumswohnungen in Top-Lagen von rund 12 Prozent – den höchsten Anstieg aller Bundesländer. Eigentumswohnungen in zentralen Lagen und in Landgemeinden sollen um 7,0 % teurer werden als im Vorjahr.

Die Nachfrage zeige generell massiv nach oben, gleichzeitig werde das Angebot sinken, begründen die Immobilienexperten ihre Prognosen. Diese Analyse ist einigermaßen überraschend, denn bei der Neubauquote lag Tirol zuletzt im bundesweiten Spitzenfeld. Alleine durch größere Bauprojekte (ab 5 Wohneinheiten) werden in etwa so viele Wohnungen errichtet wie neue Haushalte entstehen. Insgesamt wurden laut den Zahlen der Statistik Austria in Tirol in den vergangenen Jahren per Saldo (also die Abbrüche berücksichtigt) deutlich mehr Wohnungen gebaut, als neue Haushalte entstehen.

Die Nachfrage von Anlegern und Investoren nach Wohnungen nehme weiterhin zu. Bei den frei finanzierten Eigentumswohnungen in Innsbruck lägen die Preise für Neubau im Schnitt bei über 7000 Euro pro Quadratmeter, „es werden aber auch Spitzenpreise jenseits von 11.500 Euro pro m² erzielt“. Viele weichen weiterhin in den Speckgürtel bis nach Telfs und Schwaz aus, wodurch im Umland Innsbrucks die Preise ebenfalls erheblich gestiegen seien.

Angespannt bleibt für Einheimische auch die Situation in weiten Teilen des Bezirks Kitzbühel. Der Preis für Eigentumswohnungen in der Stadt Kitzbühel sei auf rund 13.700 Euro pro m² gestiegen, der Durchschnittspreis außerhalb der Stadt liege bei gebrauchten Eigentumswohnungen meist über 5500 Euro pro m², bei neuen Eigentumswohnungen bei über 7000 Euro pro m².

Bei den Mieten sieht die Lage entspannter aus. Bei Neuabschlüssen mit freiem Mietzins dürfte die Miete gegenüber 2021 demnach zwischen 0,8 % (Zentrum, Stadtrand) und 0,5 % (Landgemeinden) steigen. Bundesweit erwartet man heuer einen durchschnittlichen Anstieg der Immobilienpreise um etwa 7,1 % – am stärksten in Kärnten (+14 %).